Aktiv für die Artenvielfalt

In weiteren drei Arbeitseinsätzen widmete sich unsere Kreisgruppe den Wiesenbrütergebieten im Rotmaintal, reinigte die Nistkästen auf dem Kulmbacher Friedhof und brachte das LBV-Grundstück in Unterdornlach auf „Vordermann“. Die Obstwiese ist nun wieder als solche zu erkennen. So finden dort Schmetterlinge, Vögel und Enziane hoffentlich weiterhin einen kleinen Lebensraum.

Neben der Freude über das Geschaffte winkte als Belohnung jeweils für alle fleißigen Helfer eine großartige gemeinsame Brotzeit – allein dafür hatte sich das Dabeisein gelohnt! Danke an alle!

 

 

 

Rund um den Nassanger Weiher

Graureiher beim Jagen
Graureiher beim Jagen

Auch im Hochsommer lohnt es sich, die Augen für Besonderheiten in der Vogelwelt offenzuhalten. Darum machten sich am 20. August 2017 einige Naturfreunde auf, um die Kiesgruben, Schilfgebiete und Teiche rund um den Nassanger Weiher zu erkunden. Neben vielen kleinen Entdeckung sorgte vor allem die Beobachtung von gleich zwei jagenden Baumfalken, eine wirkliche Seltenheit, für große Begeisterung.

 

 

 

Auf den Spuren des Bibers


Am Abend des 15. Juli 2017 spazierte eine große Gruppe Interessierter unter Führung von Erich Schiffelholz (Kreisbiberberater) entlang des Maines in Richtung Pölz/Mainleus. Dabei sahen sie Dämme, Rutsch- und Nagespuren und erfuhren viel Wissenswertes über Habitatansprüche und Lebensweise des größten einheimischen Nagers. Die Krönung der spannenden Exkursion war die Sichtung von zwei „echten“ Bibern in Aktion. Danke an Erich Schiffelholz und alle Teilnehmer!

 

 

 

Wo der Neuntöter haust

Neuntöterweibchen fütternd
Neuntöterweibchen fütternd

Die Brutsaison war schon weit vorangeschritten, als sich am 11. Juni 2017 eine Anzahl Naturinteressierter auf die Spur der heckenbewohnenden Vögel bei Tannfeld/Thurnau begab. Der wunderschöne Charaktervogel dieser Landschaft, der Neuntöter, welcher seine Beute gern auf Dornen aufspießt, ließ sich zur Freude der Exkursionsteilnehmer gleich mehrfach blicken.

 

 

 

Wirklich lebendige Kulturlandschaft

Braunkehlchenmännchen fütternd
Braunkehlchenmännchen fütternd

 

Sonntag, 28. Mai 2017 um 6.00 Uhr in der Früh – fast alle Kulmbacher lagen noch in den Betten und schliefen. Nicht so eine Schar echter Naturfans, die bereits mit Ferngläsern und Spektiven in der Feldflur um Oberzettlitz herum unterwegs war. Ihr Interesse galt den ornithologischen Raritäten des Gebietes insbesondere den Feld- und Wiesenbrütern, die hier noch eine ihrer letzten Rückzugsräume in Oberfranken haben. Und das Frühaufstehen hatte sich wirklich gelohnt – welche reiche Vogelfauna ließ sich dort noch bestaunen: Kuckuck, Feldschwirl, Braunkehlchen, Kiebitz, Wachtel, Pirol und vieles mehr. Sorgen wir mit dafür, diese einzigartige Vielfalt auch weiterhin zu erhalten!

 

 

 

Kinder auf Entdeckungstour

Goldammer
Goldammer

 

Singende Goldammern, ansitzende Neuntöter, jagende Trauerschnäpper – solche und mehr spannende Entdeckungen machte die Gruppe vogelbegeisterter Kinder, die am Abend des 24. Mai 2017 das Landschaftschutzgebiet „Kessel“ erkundete. Als sich ein rufender Kuckuck genau in Sichtweite der kleinen Entdecker niederließ und von allen Kindern durch das Fernrohr beobachtet und sogar fotografiert werden konnte, war die Begeisterung riesig.

 

 

 

 

Feld- und Wiesenvögel sorgen für viel Wirbel

Blühende Ackerbrache
Blühende Ackerbrache

 

Am Abend des 26. April 2017 war der Saal des Gasthofs Räther in Oberzettlitz bis zum letzten Platz besetzt. Mehr als hundert Gäste waren auf Einladung des LBV gekommen, die sich allesamt für das Thema „Die außergewöhnlich reiche Vogelwelt im Rotmaintal“ interessierten. Nach einem reich bebilderten und informativen Vortrag von Frank Schneider diskutierten Landwirte, Naturschützer, Jäger, Anwohner sowie Mitarbeiter von Landwirtschafts- und Umweltbehörden über die akute Bedrohung unserer Feldvögel und darüber, was gegen ihr Aussterben unternommen werden kann. Indem verschiedene Interessengruppen ihre Hoffnungen und Befürchtungen vortrugen, wurde die Notwendigkeit sichtbar, bei diesem dringlichen Thema an einem Strang zu ziehen. Deshalb wurde für die nächste Zeit ein Runder Tisch über die Erhaltung der Artenvielfalt im Rotmaintal verabredet. Hoffen wir im Interesse der letzten Kulmbacher Kiebitze, dass auf diese Weise etwas erreicht werden kann!

 

 

 

Großartiger Lebensraum aus Menschenhand

Flussregenpfeifer
Flussregenpfeifer

 

Das frühe Aufstehen hielt eine große Schar Vogelbegeisterter nicht davon ab, am 23. April 2017 bereits um 7.00 Uhr das Kiesabbaugebiet bei Mainroth zu erkunden. Die sehr interessierte und diskussionsfreudige Gruppe wurde mit tollen Beobachtungen belohnt – singende Blaukehlchen, Rohrammern, balzende Flussregenpfeifer, Beutelmeisen, jagende Rohrweihen und vieles mehr. Ein wirklich besonderer Lebensraum!

 

 

Lebensraum für unsere Braunkehlchen

 

Das Rotmaintal und seine gefiederten Bewohner hat mittlerweile einige regelrechte Fans. So kamen am 11. März 2017 mehr als vierzig Kinder, Jugendliche und Erwachsene in Unterzettlitz zusammen, um dort etwas zur Lebensraumaufwertung für unsere Wiesenbrüter zu tun. Dabei wurde fleißig gemäht, geharkt, Hinweisschilder wurden aufgestellt und über 1000 Ansitzwarten für die vom Aussterben bedrohten Braunkehlchen ausgebracht. Vielen, vielen Dank im Namen der Wiesenvögel an alle, die mit zugepackt haben!


Im Reich des Waldkauzes

 

Die Faszination der nächtlichen Jäger lockte am Abend des 04. Februar 2017 ca. achtzehn Eulenfreunde in den Limmersdorfer Forst. Unter fachkundiger Führung von Ralph Pfeiffer machten sie sich von Putzenstein auf, um nach Waldkauz und Co Ausschau zu halten. Auf dieser stimmungsvollen Winterwanderung ließen der schauerliche Ruf des Waldkauzes sowie ganz verhaltene Sperlingskauzgesänge die Herzen der Teilnehmer höher schlagen.

 

 

 

Wir wünschen allen Naturbegeisterten und unseren Mitgliedern ein frohes Weihnachtsfest und ein glückliches neues Jahr 2017

 

 

 

 

Großartige Neuigkeiten aus dem Rotmaintal

Braunkehlchenmännchen
Braunkehlchenmännchen

Die Kreisgruppe des LBV hatte im März 2016 in Absprache mit der unteren Naturschutzbehörde auf den Ackerbrachen rund um Wickenreuth und Zettlitz ca. 2000 Ansitzwarten in Form von Bambusstecken ausgebracht. Diese sollten den dortigen Lebensraum mit Blick auf das vom Aussterben bedrohte Braunkehlchen optimieren. Ergänzend wurden viele Flächen gemulcht, gemäht und einige andere geackert. Dadurch sollten zusätzliche Strukturen geschaffen werden, um die Flächen als Lebensraum von Feld und Wiesenbrütern noch einmal aufzuwerten. Nun hieß es gespannt abwarten, wie die Vogelwelt auf die Biotoppflegemaßnahmen reagieren würde.

Die von einem Experten vorgenommene Kartierung im Mai/ Juni 2016 übertraf dann selbst die positivsten Erwartungen. So brüteten auf den dortigen Brachflächen heuer mindestens 12 Braunkehlchenpaare (2015: 06 Paare; 2014: 2-3 Paare, 2013: keine Brut). Angesichts der katastrophalen Bestandsentwicklungen in nahezu ganz Westeuropa sind das fast unglaubliche Zahlen. Wahrscheinlich konnte durch die Pflegemaßnahmen die Attraktivität der landwirtschaftlichen Flächen so erhöht werden, dass zahlreiche durchziehende Braunkehlchen sich zum Brüten im Rotmaintal entschlossen. Darüber hinaus profitierten viele andere seltene Vogelarten von den Brachlegungen: Auch Kiebitz, Feldschwirl, Wiesenschafstelze, Wachtel, Sumpfrohrsänger, Dorngrasmücke und Rohrammer zeigten sich in erfreulich hoher Dichte.
Hoffen wir auf möglichst hohen Bruterfolg trotz des für Wiesenbrüter äußerst ungünstigen Wetters!

 

 

 

Wiesenbrüterexkursion ins Rotmaintal

Singende Goldammer
Singende Goldammer

Am Sonntag, 4. Juni 2016, durchstreiften 15 Frühaufsteher wieder einmal die außergewöhnlich reiche Feldflur zwischen Wickenreuth, Melkendorf und Oberzettlitz. Ihr besonderes Interesse galt der Entwicklung der Vogelwelt auf den seit 2014 bzw. 2009 bestehenden Vertragsnaturschutz­flächen im dortigen Gebiet. Die Teilnehmer kamen mit hohen Erwartungen und wurden nicht enttäuscht: So war das akut vom Aussterben bedrohte Braunkehlchen nahezu flächendeckend anzutreffen. Und dies war bei weitem nicht die einzige Seltenheit, der man begegnete. Beobachtungen von Pirol, Kiebitz, Feldschwirl, Hohltaube und Schafstelze – alles sehr gefährdete und in intensiv genutzten Feldflur kaum noch anzutreffende Arten – ließen die Herzen der Naturfans höher schlagen.
Ein wunderbarer Spaziergang durch einen beeindruckenden Lebensraum!

 

 

 

Entlang der Ködnitzer Weinleite

Mönchsgrasmücke
Mönchsgrasmücke

Vogelexkursion am Pfingstsonntag - da stellt man sich wahrhaft etwas anderes vor, als bei düsterem und kaltem Wetter durch die Gegend zu streifen. Doch selbst diese Aussicht hielt zwölf Vogelinteressierte nicht davon ab, unter fachkundiger Leitung von Marco Suchy und Ralph Pfeiffer die Vogelfauna des Naturschutzgebiets „Ködnitzer Weinleite“ zu erkunden. Belohnt wurden die unerschütterlichen Naturfreunde mit Beobachtungen von Neuntötern, Mönchs-, Garten-, Klapper-, und Dorngrasmücken und vielen anderen Bewohnern dieser Hecken-, Wald- und Wiesenlandschaft.
Den zwei Führern und allen Teilnehmern herzlichen Dank!

 

 

 

Nächtliche Radtour ins Maintal

In der Himmelfahrtsnacht lud der LBV Kinder und Jugendliche zu einem gemeinsamen Frühlingsabend mit Lagerfeuer und Zelten ein. Diese „Nacht der Nachtigall“ begann mit echtem Outdoortraining: Die begeisterten zwölf Kinder lernten unter fachkundiger Anleitung der Erlebnispädagogen Steffen Zens und Johannes Schiffelholz, wie man ein Lagerfeuer errichtet und es nur mit Hilfe eines Feuersteines entzündet. Die selbst zubereitete Gemüsesuppe schmeckte allen sehr gut.
Den krönenden Abschluss bildete eine nächtliche Radtour nach Melkendorf, wo wir den Nachtigallengesang lauschen wollten. Obwohl sich die Vögel unser nur äußerst kurz erbarmten, und nur wenige Momente sangen, war der Ausflug in das nächtliche Maintal doch ein tolles Erlebnis.
Nach diesem sehr erlebnisreichen Abend wurde in den Zelten noch lange erzählt, bevor endlich den Letzten die Augen zufielen.

 

 

 

Vögel rund um die Plassenburg

Schwanzmeisennest am Weißen Main
Schwanzmeisennest am Weißen Main

Was für ein wunderbarer Frühlingsmorgen am 10. April 2016 - genau das richtige Wetter für eine vogelkundliche Wanderung zu Plassenburg, Buchwald und Weißem Main! So fanden sich siebzehn Vogelfreunde ein, um verschiedene Lebensräume im Umfeld unserer Burg zu Fuß zu erkunden. Die Liste der beobachteten Vögel war lang und erstaunte alle Teilnehmer – Buntspecht, Kleiber, Waldlaubsänger, Sommergoldhähnchen, Turmfalken, Dohlen, Gebirgstelzen, Stieglitz usw. Die zwei Höhepunkte aber waren ein Zaunkönig, der sich zehn Minuten lang beim Singen beobachten ließ sowie ein Schwanzmeisenpärchen beim Nestbau.
Danke an alle Teilnehmer!

 

 

 

Grundkurs "Baumpflegemaßnahmen" mit Friedhelm Haun

Das Wissen darum, wie alte Obstbäume gepflegt und erhalten werden können, ist heute nur noch bei wenigen Natur- und Gartenfreunden vorhanden. Dem wollten wir als Artenschutzverband, selbst Eigentümer einiger Obstbaumbestände, uns entgegenstellen. Deshalb luden wir den Kreisgartenfachberater und ausgewiesenen Baumpflegeexperten Herrn Friedhelm Haun am 2. April 2016 in das LBV-Grundstück in Unterdornlach ein, um von ihm grundlegende Kenntnisse über den Obstbaumschnitt in der Praxis vermittelt zu bekommen. Die 15 Teilnehmer folgten begeistert den ebenso fundierten wie lebendigen Ausführungen des Experten.
Am unmittelbarsten profitierten von dieser Veranstaltungen ein Zwetschgen- und ein Apfelbaum, die nun, frisch beschnitten, vielen ertragreichen Lebensjahren entgegensehen können.
Vielen Dank an Herrn Haun und alle Teilnehmer des Kurses!

 

 

 

Spätwinterliche Vogelexkursion

Es war wirklich kein frühlingshafter 13. März 2016, als 21 Vogelinteressierte das Rotmaintal zwischen Partenfeld und Langenstadt erkundeten. Obwohl der Vogelgesang wegen der Kälte nur sehr spärlich ausfiel, war die gemeinsame Exkursion doch sehr lohnend. So suchte man die dortige Graureiherkolonie auf und besichtigte einige Auenbiotope wie verschilfte Altarme und totholzreiche Erlenwälder. Ein jagender Rotmilan, dutzende Stare, Spechte und Meisen bildeten das spätwinterliche Vogelensemble. Danke an alle Teilnehmer!

 

 

Hilfe für die Kreuzotter


Auf einer Lichtung im Limmersdorfer Forst konnte in den letzten Jahren mehrere Exemplare dieser vom Aussterben bedrohten Schlange nachgewiesen und sogar Jungtiere beobachtet werden.
Die einzige heimische Giftschlange leidet vor allem unter Lebensraumverlust, aber auch menschliche Verfolgung führen zu einer stetigen Abnahme der Kreuzotterbestände.
Die mit dem charakteristischen am Rücken verlaufenden Zickzackband gekennzeichnete, ca. 60-80cm langen Schlangen benötigen ausreichend windgeschützte Sonnenplätze, um sich auch an kühleren Tagen ausreichend mit Energie aufzutanken.
Durch zu starken Aufwuchs der angrenzenden Bäume und  fortschreitender Verbuschung der Fläche verschlechtern sich die Lebensbedingungen der Tiere.
Daher haben am 12.März 2016 einige Mitglieder der Kreisgruppe im Lebensraum einer der letzten Kreuzotterpopulationen des Landkreises Kulmbach biotopverbessernde Maßnahmen durchgeführt.
Es wurden an geeigneten Stellen Bäume aus dem Bestand genommen oder Äste entfernt, um den Sonneneinfall in die Fläche zu verbessern. Mit dem anfallendem Schnittgut wurden Reisig- und Holzhaufen angelegt die als  Verstecke für die Tiere dienen.
Durch diese Maßnahme sollen sowohl die Lebensbedingungen für die Kreuzottern wie auch die ihrer Beutetiere (Eidechsen, Mäuse, Frösche) verbessert werden.
Weitere Maßnahmen sind geplant, um auch zukünftig diese wunderschönen Tiere in freier Natur beobachten zu können.

 

 

Aktiv für Kulmbachs Wiesenbrüter

Am 5. März 2016 war es wieder soweit. Der LBV lud ein zum großen Arbeitseinsatz in die Zettlitzer Flur im Rotmaintal. Dem Aufruf folgte die erfreulich große Zahl von 28 Helfern, darunter auch 10 Kinder. Sie alle brachten ca. 2000 Bambusstecken auf den Wiesen und Feldern aus, die dort derzeit brachgelegt sind. Wenn dann im April die Braunkehlchen aus ihrem Winterquartier in Afrika zurückkehren, sollen sie hier ausreichend Sitzwarten vorfinden, von denen aus sie jagen und singen können. Wir hoffen die potentiellen Brutgebiete damit so attraktiv gemacht zu haben, dass sich zumindest einige der dieser vom Aussterben bedrohten Vögel im Rotmaintal niederlassen und hier erfolgreich brüten.

Dann hätte sich der Einsatz voll gelohnt!

 

 

 

Stürmische Eulenexkursion

Wer wandert so spät durch Nacht und Wind…? Das sind dreizehn verrückte Naturfreunde, die sich während einer Eulenexkursion am 20. Februar 2016 auf die Spuren von Sperlingskauz, Waldkauz und Uhu machten. Zwar zeigte sich keiner der nächtlichen Jäger; doch wussten die beiden Führer Marco Suchy und Ralph Pfeiffer soviel Interessantes über Lebensraum und Verhalten unserer Eulen zu berichten, dass die zweieinhalbstündige Waldwanderung im Limmersdorfer Forst trotz des abschreckenden Wetters zu einem Erlebnis wurde. Dankeschön!

 

 

Stunde der Wintervögel als Jugendaktion

Feldsperling
Feldsperling

Wie steht es eigentlich um unsere Vogelwelt im Winter 2015/2016? Dieser Frage versuchten am Sonntag, 10. Januar 2016, dreizehn naturbegeisterte Kinder und Jugendliche auf den Grund zu gehen. Gemeinsam zählten sie 60 Minuten lang alle Vögel, die zu sehen waren. Die Zeit verging wie im Flug und nach einer Stunde war die Liste der gesehenen Arten erfreulich lang: Blau-, Kohl-, Sumpfmeisen, Bunt- und Grünspecht, Gimpel, Erlenzeisige, Mäusebussard, Sperlinge und vieles mehr zeigte sich am Beobachtungsplatz. Um es nicht nur beim passiven Schauen zu belassen, legten alle Teilnehmer im Anschluss an eine Brotzeit kräftig Hand an und fertigten 10 Nistkästen für unterschiedlichste Vogelarten. Diese bieten nun neue Nistmöglichkeiten für Höhlenbrüter in den Gärten der Kinder.

 

 

 

Nisthöhlen bereit für nächste Brutsaison

Neun Aktive der Kreisgruppe Kulmbach sorgten am Samstag, 21. November 2015, dafür, dass im nächsten Frühjahr hoffentlich viele der am neuen und alten Friedhof beheimateten Höhlenbrüter wieder gute Nistbedingungen und ausreichend Höhlen vorfinden. Mit Leiter, Spachtel, Hammer und Alunägeln ausgerüstet wurden sämtliche Nistkästen gereinigt und 12 neue angebracht. Vielen Dank für die tolle Unterstützung!

 

 

Arbeitseinsatz auf dem LBV-Grundstück in Unterdornlach

Amphibientümpel wird freigestellt
Amphibientümpel wird freigestellt
Bei der "Heu"-Ernte
Bei der "Heu"-Ernte
Das muss einfch sein!
Das muss einfch sein!
 

Dank großer Resonanz (14 Teilnehmer) und fleißigen Zupackens der Helfern aller Altersklassen konnte das LBV-Grundstück in Dornlach am Samstag, 17. Oktober 2015, gemäht, entbuscht und an entscheidenden Stellen freigestellt werden. So hoffen wir, den Lebensraum für Frosch, Grünspecht und Co wieder etwas attraktiver gestaltet zu haben.

Herzlichen Dank an alle Mitmachenden!!

 

 

 

Vogelzug-Exkursion bei Wickenreuth

Raubwürger auf Ansitz
Raubwürger auf Ansitz

Herbstzeit ist Wanderzeit - für Menschen und für zahlreiche Tier- und insbesondere Vogelarten. So machten sich 14 Naturfreunde am 11. Oktober zu einer Exkursion in die Wickenreuther Feldflur auf und erlebten an diesem goldenen Oktobermorgen die herbstlichen Veränderungen im Artenspektrum der hier weilenden Vogelwelt. So zeigten sich ihnen neben den bekannten Arten wie Rotkehlchen, Amseln und Finkenschwärme auch hunderte von Staren sowie einzelne Wiesenpieper, sehr helle Mäusebussarde, ein Rotmilan, Feldlerchen, Bluthänflinge und vieles mehr. Die eindeutige Attraktion und wirkliche Seltenheit des Vormittags aber war ein wunderbar zu beobachtender Raubwürger.

 

 

 

Exkursion: Schwingener Höhe und Rotmaintal

Wiesenschafstelze
Wiesenschafstelze
Kiebitz
Kiebitz

Wer am es 7. Juni schaffte, zeitig aus dem Bett zu steigen, konnte auf einer Vogelwanderung mit dem LBV einige Seltenheiten des Kulmbacher Landes sehen. Die Teilnehmer der Exkursion erkundeten gleich zwei Gebiete an einem Vormittag - zunächst den Rauhen Berg oberhalb von Schwingen und danach die Zettlitzer Flur vor Melkendorf.

Auf dem Kalkrasengebiet des Rauhen Berges waren die problematischen Trends im Umgang mit unserer agrarischen Kulturlandschaft deutlich sichtbar. Teile des Bergrückens, auf denen bis vor kurzem noch recht artenreicher Magerrasen wuchs, beginnen massiv zu verbuschen - ein Folge von Nutzungsaufgabe.  Wenngleich der Neuntöter hier vorübergehend gute Lebensbedingungen vorfindet, bedeutet das Zuwachsen der Flächen mittelfristig doch einen großen Verlust an ökologischer Vielfalt, da gerade die hochgefährdeten Pflanzen- und Tierarten des Offenlandes in absehbarer Zeit hier nicht mehr werden leben können. Auf dem Hochplateau dieses Berges war die ökologisch oft noch verheerendere Intensivierung der landwirtschaftlichen Nutzung mit ihren Folgen zu sehen. Durch Eintrag von Dünger und Gülle wird der eigentlich nährstoffarme Boden mit Stickstoff angereichert, was in kurzer Zeit zu einem rapiden Rückgang der botanischen Vielfalt führt. Damit nimmt auch die Zahl und der Artenreichtum in der Insekten- und Vogelfauna sehr schnell ab.
Doch trotz dieser nicht gerade erfreulichen Veränderungen oberhalb von Schwingen bietet dieses Gebiet an einigen Stellen doch immer noch einen bemerkenswerten Lebensraum. Davon konnten sich die Exkursionsteilnehmer mit eigenen Augen und Ohren überzeugen. So beobachteten sie neben vielen zu erwartenden Vögeln mindestens drei singende (im Kulmbacher Land mittlerweile sehr seltene) Baumpieper, einen Neuntöter, einen Trupp Fichtenkreuzschnäbel sowie einen ruhenden Wespenbussard.

Auch auf ihrem Rundgang durch die Feld- und Wiesenflur um Oberzettlitz waren den Frühaufstehern einige wirklich besondere Beobachtungen vergönnt, wieder einmal ein Beleg für die unglaublich hohe Lebensraumqualität dieser Gegend: 4 singende Braunkehlchen, eine Schafstelze, ein Pirol, ein warnender Kiebitz, Sumpfrohrsänger, Dorngrasmücken, Neuntöter, Feldlerchen,....

 

 

 

Welch ein Singen, Musiziern ...

Neuntöter
Neuntöter

 

In der Himmelfahrtswoche lockten gleich zwei Vogelexkursionen hinaus in den herrlichen Mai.

 

15 Interessierte erkundeteten zu Christi Himmelfahrt die Kulmbacher Plassenburg und erfuhren dabei Faszinierendes über deren gefiederte Bewohner. Drei Turmfalken, zahlreiche Dohlen, Mauersegler sowie eine Mönchsgrasmücke zogen die Exkursionteilehmer in ihren Bann. Den besonderern Reiz dieses Burgrundganges machten aber die anschaulichen Erklärungen zur Geschichte der Kulmbacher Festung aus, die Burgführer Herr Sesselmann zur Begeisterung aller beisteuerte.

 


Nur drei Tage später war das Lindauer Moor Ziel einer ornithologischen Wanderung. Mit seinem Wechsel von extensivem Grünland, kleinen Moorflächen, Schilf, feuchten Gräben und Wäldchen bietet dieses kleine Gebiet zahlreichen Lebewesen einen Rückzugsraum. Die Vogelfreunde konnten Neuntöter, Kuckuck, Sumpfrohrsänger, Turmfalken, Baumpieper, Stare und einiges mehr beobachten. Alle zeigten sich beeindruckt von der Vielfalt der Vogelwelt im Trebgasttal. Leider sangen weder Braunkehlchen noch Feldschwirl, was eventuell mit den massiven Entwässerungsmaßnahmen zusammenhängt, die gerade im sensiblen Kernbereich der artenreichen Feuchtwiesen durchgeführt wurden.

 

 

 

 

Was für ein vielgestaltiger und wertvoller Lebensraum Kiesgruben sind, konnten 17 Teilnehmer der LBV-Vogelexkursion  mit Augen und Ohren erleben, als sie am Sonntag, den 12. April 2015 die Umgebung von Mainroth durchstreiften. Dort wird die Tallandschaft durch den Kiesabbau zur Zeit sehr verändert. So besteht ein ständig sich wandelndes Mosaik von Wasserflächen, Weidengebüschen, offenen Kies- und Schlammflächen sowie ausgedehnten Schilf- und Röhrichtzonen. Diese große Menge an unterschiedlichsten Biotopen ermöglicht einer Vielzahl von Tier- und Pflanzenarten das Überleben. Entsprechend artenreich ist auch die Vogelwelt in diesem recht kleinen Gebiet. Auf ihrem Rundgang durch das Kiesgrubengelände konnten die Vogelfreunde auf einer Strecke von nur 2 Km 36 verschiedene Vogelarten entdecken. Darunter waren etliche Durchzügler wie Bekassinen,Wiesenpieper oder Silberreiher. Aber auch viele Vögel, die hier brüten, ließen sich beobachten so z.B. Eisvogel, Rohrammern, Feldlerchen und Zaunkönige. Der eindeutige Höhepunkt für alle Teilnehmer war die intensive Balz der Blaukehlchen, bei der ihr Prachtgefieder ausgiebig zu bewundern war. Allein für diesen Augen- und Ohrenschmaus hatte sich das frühe Aufstehen wirklich gelohnt!

 

 

 

Trotz Zeitumstellung und sehr dunkler Wolken wagten sich 12 Naturbgeisterte am Sonntag, dem 29. März 2015 bereits um 7.30 Uhr hinaus ins Rotmaintal bei Melkendorf. Auf ihrer vogelkundlichen Wanderung durch das abwechslungsreiche Offenland mit einem ständigen Wechsel von Wiesen, Feldern, Kleingewässern, Feldgehölzen konnten sie viele spannende Beobachtungen machen: Viele balzende Kiebitze, ein singendes Schwarzkehlchenmännchen, Waldwasserläufer, Schnatter - und Krickenten, zwei Rebhühner, dutzende Rotdrosseln, einen Rotmilan, einen Turmfalken und manches mehr.

 

 

 

Heuabtransport beim Wiesenbrüter-Arbeitseinsatz am 7. März 2015

Wer zur Maienzeit durch die Wiesen des Kulmbacher Rotmaintales spaziert, kann hier mit etwas Glück ein gefiedertes Juwel entdecken. Der zierliche Vogel ist mit seiner leuchtend braun-orangen Kehle und dem markanten Überaugenstreif unverwechselbar als Braunkehlchen zu erkennen. Dieser zierliche Wiesenbrüter legt seine 5-7 Eier in ein Nest direkt auf den Grund einer Wiese. In beeindruckend farbenfrohem Prachtkleid lässt sich dieser unermüdliche Sänger ab Mai bei seinem stimmungsvollen Balzgesang beobachten.
Vor noch nicht allzu langer Zeit ein Allerweltsvogel ist das Braunkehlchen heute in ganz Mitteleuropa vom Aussterben bedroht. Auch aus Oberfranken ist es fast vollständig verschwunden. Umso dringlicher ist es, die wenigen noch im Rotmaintal bei Unterzettlitz brütenden Braunkehlchenpaare zu schützen. Besonders gefährdet sind sie als Wiesenbrüter und Insektenfresser durch eine frühzeitige Mahd sowie den Mangel an Insekten in intensiv landwirtschaftlich genutzten Gebieten. Auch der lange und anstrengende Rückflug aus dem Winterquartier südlich der Sahara fordert viele Opfer.
Ein vom Landesbund für Vogelschutz (LBV) und einem Oberzettlitzer Landwirt gestartetes Projekt hat sich nun die Verbesserung der Lebensbedingungen im Obermaintal für die Braunkehlchen auf die Fahne geschrieben. In Zusammenarbeit mit dem Landratsamt Kulmbach stellte der Oberzettlitzer dem Naturschutz für fünf Jahre Wiesen- und Ackerflächen zur Verfügung, was eine einmalige Chance für den Wiesenbrüterschutz bedeutet. Davon sollen nicht nur die Braunkehlchen, sondern auch andere bedrohte Arten wie Kiebitze, Rebhühner, Schafstelzen und Wachteln profitieren.
Um die unter Schutz gestellten Flächen noch wertvoller für die bald eintreffenden geflügelten Fernreisenden zu gestalten, waren in einem Arbeitseinsatz am 7. 3. 15 siebzehn Mitglieder des LBV aktiv: Sie mähten Streifen in Altgrasflächen und stellten hunderte von Sonnenblumenstengeln als Ansitzwarten für die kleinen Insektenjäger auf – ein ungewöhnlicher und überraschender Anblick für Spaziergänger! Aber so entstanden innerhalb von wenigen Stunden aus umgepflügten Ackerflächen attraktive Braunkehlchenreviere.
Auch in den nächsten Jahren brauchen diese geschützten Flächen unsere Pflege und die Unterstützung vieler Naturbegeisterter. Diese Aufgabe werden wir von der Kreisgruppe des LBV mit großem Elan angehen – für die Artenvielfalt im Rotmaintal.

 

 

 

Der Uhu lockte am Samstag, dem 14. Februar 2015 eine große Schar Eulenbegeisterte hinaus in den noch immer winterlichen Frankenwald. Bei herrlichstem Sonnenschein begab sich die Exkursionsgruppe unter Leitung von Ralph Pfeiffer in den Steinbruch bei Guttenberg. Allen Teilnehmern wurde eindrücklich vor Augen geführt, dass solche menschlichen Eingriffe in die Natur nicht nur Wunden darstellen, sondern dass auf diese Weise auch ganz besondere neue Lebensräume geschaffen werden. In diesen Gebieten finden zahlreiche bedrohte Tier- und Pflanzenarten ihre letzten Refugien - wie z.B. auch der Uhu. Der Höhepunkt der wunderbaren Winterwanderung waren die bei einbrechender Dämmerung zu hörenden tiefen und weittönenden Balzrufe unserer größten einheimischen Eule.

 

 

 

 

Das letzte Augustwochenende stand wie seit vielen Jahren ganz im Zeichen der Fledermäuse. So strömten wieder viele interessierte Kulmbacher hinauf zur Plassenburg, um sich über Lebensweise, Bedrohung und Schutz vieler Fledermausarten zu informieren. Den Höhepunkt bildete auch in diesem Jahr die spätabendliche Exkursion, bei welcher die Besucher mit Hilfe der Bat-Detektoren den Fledermaussignalen nachspüren konnte. Danke an alle für die Mühen der Vorbereitung und Durchführung!

 

 

 

 

Auf vier vogelkundlichen Wanderungen erkundeten Naturfreunde drei jeweils sehr verschiedene Lebensräume:

  • Das Umland des Igelsweihers bei Neudrossenfeld durchstreiften wir Ende März und bekamen balzende Kiebitze, Feldlerchen, eine weibliche Rohrweihe, Turmfalken sowie viele andere Kleinvögel zu sehen.
  • Ende April unternahmen wir einen ornithologischen Abendspaziergang durch den Limmersdorfer Forst. Zwar ließ sich die erhoffte Waldschnepfe nur ganz kurz blicken. Dafür entschädigte uns der Gesang der Mönchsgrasmücken, Singdrosseln, Goldhähnchen und Meisen.
  • Eine kleine Schar unerschrockener Frühaufsteher genoss MItte Mai einen wunderbaren Frühlingsmorgen im Umfeld des Landschaftsschutzgebietes am Herlassteinbruch. Die Vogelfreunde wurden mit herrlichstem Gesang belohnt -  von Singdrosseln, Waldlaubsängern, Grasmücken und vielem mehr. Auch die blühenden Magerrasen in diesem Gebiet mit ihrer Blütenpracht ließen unser Herz höher schlagen. Ein prächtiger Neuntöter auf seinem Ansitz bildete den krönenden Abschluss dieser Exkursion.
  • Noch einmal im August lockte die Vogelwelt eine Gruppe Interessierter zu einem gemeinsamen Ausflug - diesmal zu einer Wanderung rund um den Nassanger Weiher vor Lichtenfels. Auf dieser Exkursion begeisterten  vor allem die rastenden Zugvögel, die an den schlammigen Teichufern nach  Nahrung suchten so z.B. Grünschenkel, Waldwasserläufer, Flussuferläufer, Bekassine sowie einige Krick- und Schnatterenten.

 

 

In der Jahreshauptversammlung am 19. März 2014 legte  der Vorsitzende Erich Schiffelholz beindruckend dar, wie umfangreich und vielseitig das Engagement der ehrenamtlichen Helfer im LBV im vergangen Jahr war - es reichte vom Krötentragen bei der Amphibienwanderung über die Betreuung der Fledermausqurtiere in der Plassenburg bis hin zu Biotoppflegemaßnahmen. Der zweite Vorsitz informierte über die derzeitigen Eulenbestände im Landkreis (Uhu, Waldkauz, Schleiereule, Sperlingskauz, evtl. Rauhfußkauz).

Was die Jägerschaft (insbesondere die Jarosch´sche Forstverwaltung) für die Erhaltung des Lebensraumes Rotmaintal tut, konnten alle Interessierten am 19.02. 2014 eindrucksvoll erfahren. An diesem Abend hielt Herr Harald Höhn (ehemaliger Naturschutzbeirat) einen Vortrag über das Jäger-Engagement. Dabei wurde für alle Naturschützer deutlich, wie positiv sich die Maßnahmen zum Schutz des Niederwildes auch auf die Flora und Fauna in diesem Gebiet insgesamt auswirken. Der Wert des Rotmaintales als herausragender Lebensraum für zahlreiche bedrohte Vogelarten beruht zum großen Teil auf diesen Bemühungen. Alle Seiten sprachen sich für eine verstärkte Zusammenarbeit  zwischen LBV und Jägerschaft zum Wohle der Artenvielfalt aus.

 

 

 

Gleich zwei LBV-Aktionen  prägten für die Kulmbacher Kreisgruppe den letzten Samstag (22. Februar 2014): 

 

Vormittags entbuschten einige Helfer den Amphibientümpel in Schaitz bei Pechgraben. Hoffen wir, dass dieses nun wieder lichtdurchflutete Biotop vielen Lurchen und Kriechtieren als Rast-oder Laichplatz dient. Vielen Dank an die Helfer!

 

Am frühen Abend traf sich eine Schar Vogelinteressierter zu einer äußerst spannenden Eulenexkursion im Buchwald unter der fachkundigen Leitung von Herrn Ralph Pfeiffer. Die Teilnehmer erfuhren vor Ort vieles über Lebensweise und Brutverhalten der nächtlichen Jäger. Auch wenn der allgegenwärtige Waldkauz sich bloß aus der Ferne vernehmen ließ, wurden die Wanderer doch durch eine andere Rarität mehr als entschädigt: Ein, auf einer Fichtenspitze sitzender, intensiv rufender Sperlingskauz konnte bei noch guten Lichtverhältnissen ausgiebig beobachtet werden. Danke an die Organisatoren und Teilnehmer der Veranstaltung!

Am Samstag , dem 16. November, waren wieder 5 Helfer auf dem Unterdornlacher LBV-Grundstück aktiv. Dabei wurde noch einmal kräftig entbuscht sowie ein kleiner quellnaher Tümpel als potentielles Laichgewässer für Amphibien ausgehoben. Vielen Dank an alle Helfer!

 

 

Die letzten beiden öffentlich wirksamen Veranstaltungen waren die traditionelle Fledermausnacht auf der Plassenburg (24. 8. 2013), mit wieder sehr großer Resonanz, sowie eine große vogelkundliche Exkursion zum Naturschutzgebiet "Garstädter Seen" bei Schweinfurt (14. 9. 2013). Auch wenn das Wetter dabei recht durchwachsen war, kamen die 13 Vogelfreunde doch sehr auf ihre Kosten - Fischadler, zahlreiche Entenarten, Eisvogel, Kormorane und vieles mehr. Dank an alle Teilnehmer!

 

 

Auf drei Vogelstimmenexkursionen - auf der Plassenburg, auf dem Kulmbacher Friedhof und in der offenen Wiesenflur um Wickenreuth - gewannen wir Einblicke in die unterschiedlichsten Lebensräume in und um Kulmbach.

Besonders erhellend war die letzte Führung - in den landwirtschaftlich genutzten Raum bei Wickenreuth. Hier wurde wieder einmal deutlich, welch ungewöhnliche Vielfalt an Strukturen diese Kulturlandschaft bietet und was für eine hohe Bedeutung ihr damit als Lebensraum für bedrohte Tier und Pflanzenarten zukommt. Wir konnten zahlreiche seltene Vogelarten sehen und hören - wie zum Beispiel Pirol, Wendehals, Braunkehlchen, Baumfalke, Neuntöter, Dorngrasmücke, Kuckuck, Wiesenschafstelze oder Sumpfrohrsänger.

 

Auf der vogelkundlichen Exkursion am 7. 4. 2013 durch das Kiesabbaugelände bei Mainroth gerieten alle 14 Teilnehmer ins Staunen über die Vielfalt seltener Vögel in diesem Gebiet. Neben Sumpfmeise, Zilpzalp, Kiebitz und Krickente zeigten sich auch besondere ornithologische "Leckerbissen" wie Waldwasserläufer, Blaukehlchen sowie einige "Jahresvögel 2013" ( Bekassinen).

 

 

Unsere Jahreshauptversammlung fand am Mittwoch, dem 20. 3. 2013 in der "Schmiede" statt. Der Vorsitzende Erich Schiffelholz legte in seinem Jahresbericht ausführlich dar, in welcher Weise die Kreisgruppe Kulmbach sich im vergangenen Jahr für den Artenschutz in unserer Umgebung eingesetzt hat. Dabei wurden fogende Aktivitäten besonders hervorgehoben:

  • Winterquartierzählung der Fledermäuse auf der Plassenburg
  • die sehr erfolgreiche Organisation und Betreuung der Amphibienzäune
  • Mitwirkung und Beratung bei Renovierungsarbeiten an der Basilika Marienweiher und der Kirche Harsdorf
  • die Errichtung eines Lesesteinwalles zusammen mit den Schülern der Carl-von-Linde-Realschule im Schulaußengelände
  • zahlreiche Infostände
  • drei Vogelstimmenexkursionen

Herr Hermann Gerdes informierte über die Entwicklung der Biberpopulation im Landkreis. Danach sind diese Nager auch bei uns weiter auf dem Vormarsch, eine sehr erfreuliche Entwicklung. Bisher gab es auch keine größeren Beschwerden über Schäden. So ist der Biber noch immer ein sehr gern gesehener Mitbewohner unserer Talauen.

Frau Andrea Reimann-Hofmann legte den Kassenbericht 2012 vor.

 

 

Am Sonntag, dem 17.03. 2013, machte sich eine unerschrockene Schar Naturbegeisterter auf zu einer Vogelwanderung um Wickenreuth und Melkendorf. Zwar war die Exkursion ursprünglich als Frühlingsspaziergang gedacht gewesen, doch zeigte der Frühling sich in der Feldflur noch in sehr stummer Weise (das nebenstehende Foto ist nicht ganz aktuell). Lediglich einige Buchfinken, Grünfinken und Goldammern ließen sich zum Gesang hinreißen. Doch trotz Spätwinters mit Kälte und Wind waren den Teilnehmern einige spannende Beobachtungen vergönnt. Hier eine kleine Liste des Gesehenen:

  • Durchzügler: einige rastende Kiebitze, dutzende Rohrammermännchen, Wiesenpieper, Bachstelzen, Ringeltauben, Lachmöwen
  • Goldammern, Buchfinken, Grünfinken, Buntspecht, Kleiber, Grünspecht, Blaumeisen, Kohlmeisen, Weißstorch,ein Gartenbaumläufer, ein Bluthänfling, nahrungssuchende Feldlerchen, Stare, Amseln

Am Samstag, dem 2. März reinigten einige eifrige Vogelfreunde auf dem alten Kulmbacher Friedhof sämtliche Nistkästen und schafften so gute Voraussetzungen für die neue Brutsaison unserer Meisen, Kleiber, Baumläufer und Co. Vielen Dank an die 4 Helfer!

 

 

Am Dienstag, dem 19. 02. 2013 waren alle Interessierten eingeladen, Karsten Gees vom Umweltinformationszentrum "Lindenhof" in Bayreuth bei seinem Vortrag über den Vogel des Jahres, die Bekassine, zu lauschen. Zwar fand sich nur eine erlesene Runde zur Veranstaltung ein. Diese bekam jedoch viele interessante Details zu Lebensweise, Fortpflanzung und Lebensraum dieses hochbedrohten Vogels zu hören. Hauptursache seines massiven Rückganges ist der Schwund geeigneter Bruthabitate -  urprünglich Moore und Sumpfgebiete, heute meist nasse Wiesen.

Auch die Kulmbacher Kreisgruppe ist dabei, langfristig etwas zur Erhaltung des gefährdeten Lebensraumes Feuchtwiese zu tun und im Rotmaintal Schritt für Schritt ein größeres Schutzgebiet zu schaffen, von welchem hoffentlich Feuchtwiesenbrüter wie Kiebitze, Braunkehlchen oder sogar die Bekassine profitieren können. Um dieses Projekt aber vollständig in die Tat umzusetzen, wird noch viel Zeit und Kraft nötig sein. Wer sich durch Spenden oder geistigen sowie körperlichen Einsatz an dieser Arbeit beteiligen will, ist sehr herzlich willkommen!

 

 

 

Durch das fleißige Zupacken von acht Mitgliedern der Kreisgruppe Kulmbach konnte am Samstag, dem 12. 01. 2013 ein Teil des LBV-Geländes in Unterdornlach gemäht, entbuscht und wieder in einen sonnigeren Zustand versetzt werden.

Wir freuen uns auf ebensoviel Unterstützung bei den vielen noch nötigen kommenden Arbeitseinsätzen. Danke an alle!

 

 

 

© Landesbund für Vogelschutz in Bayern e.V.
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